Beschreibung
Acryl, Collage auf Leinwand. 50 x 70 cm. 2026.
In „chariten.“ greift Markus Hoffmann-Achenbach eines der traditionsreichsten Motive der europäischen Kunstgeschichte auf und überführt es in eine radikal reduzierte, zeitgenössische Bildsprache. Die Chariten – in der römischen Mythologie die drei Grazien – sind die Töchter von Zeus und Eurynome und verkörpern Glanz und Schönheit, Lebensfreude und Festlichkeit. Seit der Antike werden sie häufig als eng miteinander verbundene Dreiergruppe dargestellt.
Hoffmann-Achenbach löst dieses klassische Ideal jedoch aus seiner Tradition und der harmonischen Erstarrung. Seine drei nackten männlichen (!) Körper schreiten, berühren und überschneiden sich; beinahe scheinen sie zu einer einzigen bewegten Gestalt zu verschmelzen. Das intensive Blau entzieht ihnen Individualität und verwandelt sie in Erscheinungen zwischen Körper, Erinnerung und Mythos. Der große leere Bildraum verstärkt ihre fragile Präsenz. So wird “chariten.” zu einer zeitgenössischen Reflexion über Schönheit und Verbundenheit.




