Beschreibung
Philipp Funke ist als Fotograf vor allem für seine Arbeiten zur Architektur bekannt. Seine Bilder untersuchen, wie Räume, Strukturen und soziale Konventionen politische Sachverhalte zeigen sowie menschliches Verhalten prägen und sichtbar machen. In der Serie Good Boy richtet er diesen Blick auf die Puppy-Szene und porträtiert Menschen in sorgfältig inszenierten Situationen von Spiel, Nähe, Loyalität und Vertrauen und beschreibt dabei Situationen, in denen wir für gewöhnlich Hunde erwarten würden. Die Bilder eröffnen einen Blick auf Formen von Männlichkeit, die sich nicht allein über Stärke, Dominanz oder Selbstbehauptung definieren. Die Verschiebung vertrauter Rollen erzeugt vielmehr Bilder, die zugleich humorvoll, präzise und irritierend klassische Männerrollen hinterfragt. So erweitert Good Boy den Blick auf männliche Identitäten und deren soziale Inszenierung.


